Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du ihn parkst
Das Wichtigste in Kürze
- Der Notgroschen ist deine eiserne Reserve für unerwartete Ausgaben – die Basis von Stufe 4 (Stabilität) auf dem Weg zur Freiheit.
- Faustregel: drei bis sechs Monatsausgaben.
- Er gehört auf ein Tagesgeldkonto – sofort verfügbar, kein Kursrisiko.
- Er ist kein Investment, sondern eine Versicherung gegen Zwangsverkäufe.
Der Notgroschen ist unspektakulär, aber er ist das Fundament, auf dem ruhiges Investieren erst möglich wird. Er entspricht Stufe 4 (Stabilität) auf dem Weg zur finanziellen Freiheit.
Wie viel Notgroschen brauchst du?
Die Faustregel lautet drei bis sechs Monatsausgaben. Wo du liegst, hängt von deiner Situation ab:
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Sicheres Angestelltenverhältnis, keine Angehörigen | ~3 Monate |
| Durchschnittliche Sicherheit | 3–6 Monate |
| Selbstständig, unsicheres Einkommen, Familie | ~6 Monate |
Wichtig: Es zählen deine Ausgaben, nicht dein Einkommen. Wer 2.000 € im Monat ausgibt, braucht 6.000–12.000 €.
Wo gehört der Notgroschen hin?
Auf ein Tagesgeldkonto: sofort verfügbar und ohne Kursrisiko. Nicht in Aktien oder ETFs – denn der Notfall tritt oft genau dann ein, wenn die Kurse tief stehen (Jobverlust in der Krise). Genau dann willst du nicht verkaufen müssen.
Häufige Fehler
- Zu groß. Mehr als sechs Monate auf dem Tagesgeld kostet langfristig Rendite. Der Rest gehört investiert.
- Angelegt statt verfügbar. Ein Notgroschen im ETF ist kein Notgroschen.
- Nie angefasst – aus Angst. Er ist zum Benutzen da. Nach dem Notfall wieder auffüllen.
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Häufige Fragen
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Wer ein unsicheres Einkommen hat oder für Familie sorgt, sollte eher sechs Monate ansetzen.
Wo sollte ich den Notgroschen parken?
Auf einem Tagesgeldkonto: sofort verfügbar, kein Kursrisiko. Der Notgroschen gehört nicht in Aktien oder ETFs, weil er genau dann gebraucht wird, wenn die Kurse tief stehen können.
Notgroschen aufbauen oder zuerst Schulden tilgen?
Meist beides parallel: ein kleiner Basis-Notgroschen von etwa einem Monatsgehalt zuerst, dann teure Konsumschulden tilgen, danach den Notgroschen auf drei bis sechs Monate auffüllen.
Weiterlesen
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Quellen
- Grant Sabatier: Financial Freedom (Stufe „Stabilität“).
Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar.
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